Vielseitig einsetzbarer Multi-Lader

Lange wurde überlegt, ob ein derartiges Fahrzeug bei der FF Bad Goisern überhaupt beschafft werden sollte. Vielerlei Überlegungen wurden angestellt, wie und vorallem wie oft dieses Gerät eingesetzt werden könnte. Vergleiche mit stattgefundenen Einsätzen wurden angestellt - und immer mehr kam man bei der FF Bad Goisern zur Ansicht, dass diese zugegeben doch eher außergewöhnliche Investition durchaus Sinn machen könnte.Dass die Beschaffung der richtige Weg war, zeigt sich seit der Auslieferung im Frühjahr 2010 jetzt immer wieder. Schon mehrfach hat sich der kleine, wendige Radlader bei Einsätzen bewährt. Diverse Zusatzgeräte wie Schaufel, hydraulisch verstellbare Palettengabel und Kehrmaschine machen den allradgetriebenen Lader zu einem wahren Multi-Talent, das die Feuerwehrmänner seitdem nicht mehr missen möchten. Weitere Infos finden Sie hier.


Neuer HighPress-Löscher

Ein modernes Kleinlöschgerät ergänzt seit März 2010 nun die Ausrüstung des Kommandofahrzeugs: der 10-Liter-Hochdrucklöscher enthält ein Wasser-Schaum-Gemisch (6% AFFF), welches für sehr guten Löscherfolg sorgt. Ein baugleiches Gerät (im SLF) hat sich schon mehrfach bei Klein-, KFZ- und Böschungsbränden bestens bewährt, sodass nun auch das erstausrückende Kommandofahrzeug mit einem HighPress-Löscher ausgestattet wurde. Weiterer Voreil: Im Gegensatz zu herkömmlichen Schaumlöschern kann dieser Typ durch die Feuerwehr selbst wieder befüllt werden, wobei hier kaum Kosten (nur 0,7 Liter Schaummittelkonzentrat) entstehen. Außerdem kann das Löschgerät nun mittels einer speziellen Rückentrage über längere Strecken z.B. in unwegsames Gelände verbracht werden. Ein kräfteraubendes Schleppen auf der Schulter sollte nun der Vergangenheit angehören.


Nass-Sauger ergänzt Ausrüstung

Wer kennt das Problem nicht: nach einem Rohrbruch, technischen Defekt oder schlichtweg durch Hochwasser steht plötzlich der Keller oder die Wohnung unter Wasser. Das Gröbste wird von der Feuerwehr mit Tauchpumpen bis auf nur wenige Zentimter Wasserstand entfernt, und für die Feinarbeit kann nun der im Herbst 2009 neu angeschaffte Nass-Sauger zum Einsatz gebracht werden. Damit ist es nun auch möglich, wenige Millimeter Wasserstand in Gebäuden zu beseitigen.


Für Unwetter-Stürme gerüstet

Die Vergangenheit hat es uns immer wieder gezeigt: ein heftiger Sturm oder ein Unwetter zieht über das Goiserertal hinweg - binnen Minuten stürzen Bäume auf Häuser oder versperren Straßen. Ein gleichzeitiges und rasches Abarbeiten von mehreren Schadensstellen fordert die Feuerwehr. Um nach Stürmen noch effizienter Hilfe leisten zu können, wurde ebenfalls im Herbst 2009 die Ausrüstung für deratige Einsätze verbessert. Insgesamt 4 neue Kettensägen gleichen Typs samt Kombi-Kanister, Schnittschutz-Hosen, Forsthelm und weiterem Zubehör wurden angekauft und können nun durch die Unterbringung in Aluboxen flexibel genutzt werden. Diese Anschaffung schlägt sich mit rund 5000.- Euro zu Buche, die durch Spenden oder Einnahmen aus Feuerwehr-Veranstaltungen aufgebracht werden konnten.


Neu: Hydraulisches Rettungsgerät

Wir brauchen moderne und leistungsstarke Geräte, um heutzutage im Unfallwrack eingeklemmte Schwerverletzte aus ihrer Notlage befreien zu können. Denn schon ein normaler Mittelklassewagen (z.B. ein VW Golf) ist heute viel stabiler und für die Insassen sicherer gebaut als noch vor einigen Jahren. Gehärtete Stähle, verstärkte Bleche und Seitenaufprallschutz bieten zwar mehr Sicherheit – doch sie stellen aber uns Feuerwehrmänner und unsere Geräte vor neue Herausforderungen bei der Bergung der Opfer.

Das bis vor kurzem verwendete Gerät war mit fast 30 Jahren Einsatzdienst nicht nur ziemlich „in die Jahre gekommen“, sondern es entsprach keineswegs mehr den heutigen Anforderungen. Im Mai 2009 konnte nun das neue hydraulische Rettungsgerät an die FF Bad Goisern ausgeliefert werden. Hydraulikaggregat (700 bar) mit zwei Schnellangriffs-Haspeln mit je 20m Hydraulikschlauch, Spreizer (SP 49), Rettungsschere (RS 170-105, max. Schneidkraft 105 Tonnen) und ein neuer Rettungszylinder (RZT 2-1500, ausfahrbar bis auf 1502 mm Länge) stehen nun bereit, um eingeklemmte Unfallopfer aus den Unfallwracks befreien zu können. Ergänzt wird diese Ausrüstung noch durch einen den heutigen Fahrzeugtypen angepassten neuen Schwelleraufsatz sowie ein Glasmanagement-Set zur Entfernung von Windschutz- und Seitenscheiben. Untergebracht sind die Geräte im Rüstlösch-Fahrzeug RLF.


29.07.2010

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