Schwerer Verkehrsunfall in Bad Goisern

Eine 73-jährige Pensionistin war in den Nachmittagsstunden des 4. August mit ihrem PKW am Pötschenpaß talwärts unterwegs, als sie kurz vor der Ortschaft St. Agatha aus bislang ungeklärter Ursache rechts von der Fahrbahn abkam und gegen die dortige Böschung prallte. Dabei zog sich die Lenkerin schwere Verletzungen zu und wurde noch im Unfallfahrzeug vom Rettungsdienst, praktischer Ärztin und dem Ischler Notarzt-Team erstversorgt. Die Feuerwehren Bad Goisern und St. Agatha wurden mit dem Einsatzstichwort "Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person" an die Einsatzstelle gerufen. Es wurden die hydraulischen Rettungsgeräte in Bereitstellung gebracht und für einen ausreichenden Brandschutz gesorgt. Anschließend konnte die Verletzte mit vereinten Kräften durch die Beifahrertür des Fahrzeuges geborgen und in der Folge in das LKH Bad Ischl eingeliefert werden. Die Bergung des Unfallfahrzeuges erfolgte schließlich mittels Bergefahrzeug "Last" mit Kran. Seitens der Feuerwehren waren 25 Mann mit 6 Einsatzfahrzeugen eingesetzt. Die FF Bad Goisern stand mit RLF-A und den Bergefahrzeugen Unimog und Last mit insgesamt 18 Mann bis 15:35 Uhr im Einsatz.


Bad Goisern hilft bei Hochwassereinsatz in Mauthausen

Das verheerende Hochwasser im nördlichen Teil unseres Bundeslandes erforderte auch den Einsatz der Feuerlösch- und Bergebereitschaft des Bezirkes Gmunden am 9. August. Mit dabei waren auch Feuerwehren aus dem Pflichtbereich Bad Goisern (FF Bad Goisern, FF St. Agatha, FF Lasern und FF Ramsau), welche um 5:15 Uhr in der Stärke von 29 Mann und 4 Fahrzeugen zum Treffpunkt der Hilfskräfte des Bezirkes nach Vorchdorf ausgerückt waren. Dort wurden die Einsatzzüge des Bezirks zusammengestellt und im Konvoi nach Mauthausen verlegt.

Das ELF Bad Goisern errichtete und betrieb die Einsatzleitung des 3. Zuges des Bezirkes Gmundens, von wo aus die Hilfskräfte  zu den einzelnen Schadensobjekten dirigiert wurden. Zahlreiche Keller wurden ausgepumpt, Häuser, Tankstellen und Straßen gereinigt. Die katastrophale Situation im Einsatzgebiet - Wasser ursprünglich bis in den ersten Stock, hunderte verendete Schweine, tausende Liter Heizöl in den Kellern und auf den Feldern, Menschen, die aus den Häusern evakuiert wurden, unterspülte und somit unbefahrbare Straßen - erforderte die volle Kraft hunderter Feuerwehrkräfte, wobei der Einsatz noch lange nicht zu Ende ist.

Für die Goiserer Feuerwehren war der Einsatz nach der Herstellung der vollen Einsatzbereitschaft erst gegen 23:00 Uhr beendet.

Der Einsatz der Feuerwehren des Pflichtbereiches Bad Goisern - bei gleichzeitig sichergestelltem Brand- und Katastrophenschutz in der eigenen Gemeinde - zeigte wiederum die Bedeutung einer quantitativ und qualitativ ausreichenden materiellen Ausstattung der Feuerwehren und der Bereitschaft der freiwilligen Feuerwehrmänner, unbezahlt und urlaubnehmend Hilfe am Nächsten und an der Umwelt zu leisten.


Hochwassereinsatz in Bad Goisern

Von den frühen Morgenstunden des 12. August bis zum Abend des 14. August standen die Feuerwehren des Pflichtbereiches Bad Goisern im Hochwassereinsatz mit allen Kräften im Einsatz.  Am 12. August lag der Einsatzschwerpunkt anfangs in der Ortschaft Weißenbach, wo sich der Weißenbach in einen reißenden Fluss verwandelt hatte und über die Ufer trat. Es wurde ein Schutzdamm errichtet, Schutzmaßnahmen bei Häusern vorgenommen und Keller ausgepumpt. Während des Tages wurden von den Feuerwehren in allen tiefer gelegenen Ortschaften Sicherungsmaßnahmen getroffen und Keller ausgepumt. Der Einsatzschwerpunkt der FF Bad Goisern in die Bachlunze: der Mühlbach trat über das Ufer und das Grundwasser drückte in die Keller: Sandsackbarrieren wurden errichtet und wiederum Keller ausgepumt. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Ortschaft Unterjoch entlang der Traun.

Eine Kindergruppe wurde aus der Mörtelmühle im Ortsteil Gschwandt wurde vorsorglich in die Hauptschule II evakuiert. Die Gemeinden Hallstatt und Obertraun wurden mittels A-Boot mit Sandsäcken versorgt und Patienten evakuiert. In den Abendstunden trat die Traun in der Ortschaft Anzenau über die Ufer und überschwemmte die B 145. Die Bahnverbindung wurde gesperrt und Sicherungsmaßnahmen bei Häusern - insbesondere bei Gefährdungen von Heizölkellern - vorgenommen. Am 13. August wurden die Pumparbeiten fortgesetzt und einige neue Schadensfälle bearbeitet.

Der 14. August stand im Zeichen des Abschlusses der Pumparbeiten und der Aufräumarbeiten. Da inzwischen der Pegel der Traun und der Flüsse zurückgegangen war, konnten die Sandsäcke abgebaut werden. Weiters wurden intensive Gerätewartung durchgeführt um für allfällige Einsätze in den Katastrophengebieten entlang der Donau gerüstet zu sein. Die FF Bad Goisern stand an den drei Einsatztagen mit jeweils bis zu 40 Mann im Einsatz. Die Einsätze wurden von der Einsatzzentrale im Zeughaus koordiniert, an allen Tagen war Bereitschaft in der Zeugstätte anwesend um rasch Einsatzaufträge zu übernehmen. Es wurden sämtliche Fahrzeuge, Pumpen, das A-Boot und private Kfz eingesetzt. Örtliche Unternehmen unterstützten den Einsatz durch Zurverfügungstellung von Sand, Schalltafeln, Baggerarbeiten, etc.

12. August: FF Bad Goisern: 38 Einsätze.

13. August: FF Bad Goisern: 15 Einsätze.

14. August: FF Bad Goisern: 18 Einsätze.


Goiserer Feuerwehren helfen im Katastrophengebiet

Während sich im inneren Salzkammergut die Pegel der Gewässer relativ rasch wieder normalisiert haben und einige Schäden bereits schon wieder behoben sind, wurden kürzlich unter anderem auch die sechs Feuerwehren des Pflichtbereichs Bad Goisern zur Hilfeleistung in den schwer getroffenen Bezirk Perg gerufen. Am Freitag, 16. August, setzten sich rund 30 Mann der Feuerwehren Bad Goisern und St. Agatha in den frühen Morgenstunden in Richtung Katastrophengebiet in Bewegung, um dort im Rahmen der Feuerlösch- und Bergebereitschaft des Bezirkes Gmunden zusammen mit anderen Feuerwehren die schweren Hochwasserschäden zu beseitigen. Welche Zerstörung und menschlichen Schicksale die Helfer dort erlebten kann mit Worten kaum beschrieben werden. Das Einsatzgebiet der Goiserer Wehren lag im Ortsteil Eizendorf der Gemeinde Saxen, der aus rund 60 Häusern besteht.

Kaum vorstellbar, aber obwohl die Häuser rund eineinhalb Kilometer von der Donau entfernt sind, wurden viele Bauten bis zur Mitte des ersten Stockwerks von den Wassermassen überflutet! Selbst im dortigen Feuerwehrhaus war das Wasser mehr als einen Meter hoch gestanden. Aber erst das Absinken des Donaupegels brachte dann das volle Ausmaß der Zerstörung zum Vorschein.


In der Traun ertrunken

In den Mittagsstunden des 30. September 2002 wurden die Feuerwehren Bad Goisern und Weißenbach zu einer Personenbergung aus der Traun etwas unterhalb der Weißenbachbrücke gerufen. Ein Passant hatte einen leblos im Wasser Treibenden entdeckt und daraufhin die Einsatzkräfte alarmiert. Mit Kälteschutzanzügen ausgerüstet gelang es den Feuerwehrmännern, den Pensionisten im Uferbereich aus dem Wasser zu bergen und mit Hilfe einer Leiter an Land zu bringen. Vom anwesenden Notarzt konnte jedoch nur mehr der Tod des Pensionisten festgestellt werden. 


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